Im Krieg ist alles anders – Ausstellung im Uhrenindustriemuseum Villingen-Schwenningen

Hunger, Rationierung, Zwangsarbeit, Kriegszerstörungen und Reparationen. Das bringt Krieg mit sich. Aber auch für die heimische Wirtschaft verändert sich alles in Kriegszeiten: Alle Ressourcen fließen in den Kampf – menschliche und auch finanzielle. Die Ausstellung arbeitet verschiedene Kriegszeiten in der Region Schwarzwald-Baar auf. Die Pulverfabrik in Rottweil, die Gewehrfabrik Mauser in Oberndorf, die Uhrenfabriken in der ganzen Region von Schwenningen bis Schramberg sind thematisiert. Meist waren es zeitgesteuerte Zünder, die von den Uhrenfabriken geliefert werden mussten – sowohl im Ersten, wie auch im Zweiten Weltkrieg.

Auch die Auswirkungen dieser Waffen und Waffenbestandteile sind Theme dieser Ausstellung. Was bedeutete Krieg für den Alltag vor Ort? Auch für die Fabriken selbst? Jetzt standen Frauen und Zwangsarbeiten in den Hallen.

Und was bewirkten die Waffen an der Front? Der 16jährige Soldat Walter Kleinfeldt fotografierte den Ersten Weltkrieg an der Westfront. Ungeschminkt, nüchtern, ohne Propagandainteressen, eher journalistisch. Seine Fotografien, sein erster Fotoapparat und seine – in Frankreich „requirierte“ – Taschenuhr stellen in dieser Ausstellung die Kriegsrealität an der Front der Kriegsrealität in der Heimat gegenüber.