Dokumentationszentrum Bad Niedernau – Filipowa

Im Auftrag der Stiftung Arme Schulschwestern von Bad Niedernau konnte ich zusammen mit dem Gestalter und Grafikdesigner Andreas Burwig und den Ehrenamtlichen des Freundeskreises der Filipowaer Deutschland einige Räume im ehemaligen Kurzentrum zu einer Dokumentation umgestalten.

Die Armen Schulschwestern stammten aus Filipowa, einem Ort in der Batschka im ehemaligen Jugoslawien, waren dort Lehrerinnen, betrieben eine eigene Schule und siedelten, nachdem alle deutschen Ortsbewohner vertrieben waren nach Deutschland. In Bad Niedernau eröffneten sie eine katholische Schule für Spätaussiedlerkinder. Sie erweiterten ihre Aktivitäten um ein Sanatorium mit Kurbetrieb um die Bad Niedernauer Quellen. Die aus Filipowa Vertriebenen und Überlebenden der dortigen Konzentrationslager stifteten ihnen eine Kapelle und kommen seit dem jährlich zu einer Wallfahrt an Himmelfahrt hierher.

Die Geschichte vom Leben im alten Dorf Filipowa, die Flucht und Vertreibung der Bewohnerinnen und Bewohner, die Neuansiedlung in Deutschland und wie dies sich dies alles bei den Armen Schulschwestern in Bad Niedernau verarbeiten ließ, wird anhand von Überbleibseln aus dem verlorenen Ort hier dokumentiert. Ein Archivraum bietet die Möglichkeit, selbst Forschungen anzustellen.